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Zeitungsartikel vom 28.07.09

Nachbericht zu unserer Hausmesse, Mainpost, 28.07.09

BAD KÖNIGSHOFEN
60 Jahre mit Mut und Erfindergeist
Firma Wentorf-Bulheller feierte am Sonntag 60-jähriges Bestehen
(reg) Alle Bürger waren eingeladen, das 60-jährige Bestehen der Bad Königshöfer Firma Wentorf-Bulheller am Sonntag mitzufeiern. Schönstes Festwetter hatten die Zimmerer, die schon berufsmäßig dem Himmel nahe sind, dafür bestellt und bekommen.

So fanden die Ausstellungen vieler Firmen aus der Umgebung, der Imker und des Bund Naturschutz, der Vogelhaus-Bastelstand für die Kinder und die mehrmaligen Timbersport-Darbietungen von Robert Ebner und Matthias Weiner großen Zulauf. Auf einer Informationswand war die Firmengeschichte in Wort und Bild festgehalten worden.
Der offizielle Teil begann am Vormittag, dazu konnten Reinhold und Brigitte Bulheller und Oliver und Kerstin Schmitt zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Bürgermeister Thomas Helbling gratulierte namens der Stadt, für die das Handwerk und die mittelständischen Betriebe so wichtig sind wie die Luft zum Atmen, wie er sagte.
Im Gründungsjahr der Firma, 1949 wurden auch die Bundesrepublik Deutschland und die DDR gegründet. Hans und Anna Wentorf errichteten ein Werkstattgebäude in der Thüringer Straße und gründeten einen „Einmannbetrieb“, der bis 1960 fünf Mitarbeiter beschäftigte. 1994 erfolgte ein großer Schritt: Ein neues Werksgelände mit einer großen Fertigungshalle entstand im Gewerbegebiet an der Bamberger Straße, 2004 wurde der Werkstattbetrieb am alten Standort eingestellt, 2006 wurde das Bürogebäude neu ausgebaut.
1983 ging die Firmenleitung von den Gründern an Tochter Brigitte und Schwiegersohn Reinhold Bulheller über. Seit 1996 ist der Betrieb als GmbH mit Schwiegersohn Oliver Schmitt als Geschäftsführer eingetragen, die technische Leitung blieb in den Händen von Reinhold Bulheller. 26 Mitarbeiter sind in dem Betrieb inzwischen beschäftigt. Wie der Bürgermeister erwähnte, baut die Firma gerade das Gradierwerk im Kurviertel. Er bedankte sich für das Piratenschiff für den Spielplatz am Brügel.
Hugo Neugebauer, der Handwerkskammerpräsident, überreichte eine Urkunde und lobte den Mut und den Erfindergeist des Gründers Hans Wentorf. Unter anderem habe er rund 130 Pfandrückgabegebäude gemeinsam mit der Firma Haschke gebaut, außerdem ist die Firma auch in den Fertighausbau und in den Niedrigenergiebereich eingestiegen. Mehrere Auszeichnungen habe der Betrieb bekommen und damit bewiesen, dass man auch in schwierigen Zeiten mit neuen Ideen vorwärts gehen könne, so Neugebauer.
Einsatz der Familie
Der Handwerkskammerpräsident wies auf die tragende Rolle der Handwerksbetriebe in der Krise hin, in der sie ein stabilisierender Faktor sind. „Hinter fast jedem Handwerksbetrieb steht eine Familie, die ihre ganze Kraft für den Erhalt des Betriebes einsetzt“, so Neugebauer, der für alle Handwerksbetriebe optimistisch in die Zukunft schaut. Mit dem selbstbewussten Spruch „Gott hat die Welt erschaffen, den Rest haben die Handwerker gemacht“, wünschte er dem Betrieb weiterhin viel Erfolg. Die Grüße und Glückwünsche der Innung überbrachte Obermeister Michael Mauer.
Die Jagdhornbläser unter der Leitung von Ulrich Wehner erfreuten mit einigen Musikbeiträgen, später wurde von einigen Zimmerern das traditionelle „Klatschen“ vorgeführt, ein Lied, bei dem die Handwerker sich genau konzentrieren müssen, um ihr Gegenüber im Takt abzuklatschen.
Großen Zulauf hatten auch die Timbersport-Vorführungen, bei denen Robert Ebner und Matthias Weiner, die am 1. August an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen werden, Kraft und Geschicklichkeit bewiesen. Unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen zeigten sie die einzelnen Disziplinen, wie sie in den Wettbewerben ausgetragen werden. Auch Freiwillige aus dem Publikum durften beweisen, was sie beim Axt-Zielwerfen und beim Sägen so drauf haben.


 
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